Langjökull: der „lange Gletscher“
Er ist der zweitgrößte Gletscher Islands. Mit seinem Wasser versorgt er einige der größten Sehenswürdigkeiten des Landes: den Gullfoss und den Þingvallavatn.

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Die Eismassen und der Vulkanismus haben die Landschaft um den Langjökull geprägt. Die „Rauchfahnen“ Im Hintergrund sind allerdings nicht vulkanischen Ursprungs – das ist ein Sandsturm.
Im Westen des isländischen Hochlands liegt der zweitgrößte Gletscher des Landes, der Langjökull. Sein Name bedeutet einfach „der lange Gletscher“. Was auch stimmt, erstreckt sich die riesige Eismasse doch über mehr als 50 Kilometer von Nordosten nach Südwesten und überdeckt eine Fläche von rund 925 km2. Die Ausrichtung des Langjökull folgt in etwa der Richtung der aktiven Vulkanzone Islands und zwei Vulkansysteme schlummern unter seinem Eispanzer. Deutlich wird die vulkanische Aktivität auch durch das ganz in der Nähe liegende Geothermalgebiet Hveravellir, das unter Naturschutz steht. Der Langjökull versorgt auch zwei besondere isländische Sehenswürdigkeiten mit Wasser: den Gullfoss-Wasserfall über den Fluss Hvítá, der dem Gletschersee Hvítárvatn entspringt, und den See Þingvallavatn im Þingvellir-Nationalpark. In diesem See sammelt sich das Wasser des Gletschers, das unterirdisch Jahrhunderte unterwegs ist. Durch die Filterung im Vulkangestein erklärt sich die unglaubliche Reinheit des Wassers im Þingvallavatn.

Sehenswertes in der Nähe des Langjökull
Das nordöstliche Vulkansystem am Langjökull schuf vor rund 1.000 Jahren ein riesiges Lavafeld: das über 200 km2 große Hallmundarhraun. Es ist berühmt für seine Lavahöhlen wie die Surts- und Stefanshellir, die besichtigt werden können und die bereits im Landnámabók, dem isländischen „Landnahmebuch“ erwähnt werden. Und noch ein isländisches Phänomen entstand hier: die berühmten Wasserfälle der „Hraunfossar“, die auf einer Länge von rund einem Kilometer direkt aus dem Lavafeld austreten.
Zwischen dem Langjökull und dem östlich gelegenen Gletscher Hofsjökull verläuft eine der historischen Hochlandrouten Islands, der Kjalvegur, besser bekannt vielleicht als „Kjölur-Route“. Sie beginnt im Süden beim Gullfoss und trifft im Norden in der Nähe von Varmahlíð auf die Ringstraße. Die Route ist heute nach dem Bau einiger Brücken gut befahrbar und bietet phantastische Panoramablicke auf die mächtigen Gletscher. Ungefähr in der Mitte der Strecke erreicht man das Geothermalgebiet von Hveravellir, das in jedem Fall einen Besuch lohnt. Man kann aber auch von Westen her, vorbei an den Hraunfossar und Húsafell, ganz in die Nähe des Langjökull gelangen. Viele Gründe also, die Landschaften rund um den zweitgrößten Gletscher Islands zu besuchen.
Zwischen dem Langjökull und dem östlich gelegenen Gletscher Hofsjökull verläuft eine der historischen Hochlandrouten Islands, der Kjalvegur, besser bekannt vielleicht als „Kjölur-Route“. Sie beginnt im Süden beim Gullfoss und trifft im Norden in der Nähe von Varmahlíð auf die Ringstraße. Die Route ist heute nach dem Bau einiger Brücken gut befahrbar und bietet phantastische Panoramablicke auf die mächtigen Gletscher. Ungefähr in der Mitte der Strecke erreicht man das Geothermalgebiet von Hveravellir, das in jedem Fall einen Besuch lohnt. Man kann aber auch von Westen her, vorbei an den Hraunfossar und Húsafell, ganz in die Nähe des Langjökull gelangen. Viele Gründe also, die Landschaften rund um den zweitgrößten Gletscher Islands zu besuchen.
Daten & Fakten
Langjökull
GPS:64° 39' 26.86" N
20° 14' 37.09" W
Höhe:bis 1.450 m
Größe:925 km2
Eisdicke:max. 580 m
Merkliste
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