Jökulsárlón: Islands berühmte Gletscherlagune
Mehr als 200 m tief und jeden Tag andere Darsteller: die Bühne des Jökulsárlón ist einmalig auf dieser Welt und bei jedem Wetter einfach atemberaubend. Der Jökulsárlón ist der bekannteste Gletschersee Islands.
6
Die Schichten des Eises im Jökulsárlón sind wie Jahresringe. Die äußeren schwarzen Schichten stammen vom Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull 2010.
Der Jökulsárlón liegt an der Südküste Islands direkt an der Ringstraße zwischen Skaftafell und Höfn. Er ist der bekannteste Gletschersee des Landes – übersetzt bedeutet der Name „Gletscherflusslagune“. Er liegt am Südrand des Vatnajökull. Der Jökulsárlón ist mit einer maximalen Tiefe von 248 Metern der tiefste See Islands. Und er ist wohl einer der jüngsten Seen der Insel. 1891 reichte der Gletscher noch direkt bis an das Meer. Bis 1966 war der Jökulsárlón noch ein unüberwindliches Hindernis für eine Umrundung Islands, erst dann wurde die Brücke über den kleinen Gletscherfluss gebaut.
Der Jökulsárlón ist berühmt für seine in vielen Blautönen schimmernden bizarren Eisberge mit schwarzen Einschlüssen aus der Asche vergangener Vulkaneruptionen. Sie brechen von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull ab und bestehen aus sehr altem Wasser, welches hunderte, ja tausend Jahre im Gletscher schlummerte. Das verschiedenartige Blau der Eisberge entsteht durch die verschiedenen Kristallformationen im Eis und deren Reflexion des Lichtes. Bis zu vier Jahre kann es dauern, bis die Eisberge soweit abgeschmolzen sind, dass sie durch den kleinen Fluss das Meer erreichen können.
Der Jökulsárlón ist berühmt für seine in vielen Blautönen schimmernden bizarren Eisberge mit schwarzen Einschlüssen aus der Asche vergangener Vulkaneruptionen. Sie brechen von der Gletscherzunge des Breiðamerkurjökull ab und bestehen aus sehr altem Wasser, welches hunderte, ja tausend Jahre im Gletscher schlummerte. Das verschiedenartige Blau der Eisberge entsteht durch die verschiedenen Kristallformationen im Eis und deren Reflexion des Lichtes. Bis zu vier Jahre kann es dauern, bis die Eisberge soweit abgeschmolzen sind, dass sie durch den kleinen Fluss das Meer erreichen können.
Amphitheater und Filmkulisse: der Jökulsárlón hat einiges zu bieten.
Hier am Jökulsárlón hat man die Möglichkeit, direkten Kontakt mit dieser faszinierenden Eiswelt aufzunehmen und sich sogar ein wenig wie James Bond zu fühlen, wenn man eine Tour mit den Amphibienfahrzeugen oder Zodiacs macht. Im Sommer sollte man sich rechtzeitig ein Ticket im Café am Parkplatz kaufen, weil der Andrang für die Touren groß ist. Der Jökulsárlón hat schon oft als eindrucksvolle Filmkulisse gedient. Neben Werbespots wurden hier zwei James-Bond-Filme gedreht: „Stirb an einem anderen Tag“ und „Im Angesicht des Todes“, aber auch Blockbuster wie „Tomb Raider“ und „Batman Begins“.
Am Meeresufer wartet eine weitere Attraktion.
Der kurze Fluss, der die Lagune mit dem Meer verbindet, heißt Jökulsá á Breiðamerkursandi. Jökulsá bedeutet einfach „Gletscherfluss“. Die Gezeiten beeinflussen die Strömung des kurzen Flusses, so dass sie sich auch umkehren kann. Das auf diese Weise in die Lagune eindringende Salzwasser verhindert ein Zufrieren des Sees. So bietet sich das ganze über Jahr eine ständig wechselnde Szenerie von Eisbergen. Irgendwann verlassen viele der Eisberge die Lagune und treiben ins offene Meer. Der schwarze Strand nahe der Mündung des nur knapp 700 Meter langen und an der Brücke 80 Meter breiten Flusses ist übersät von unzähligen Eisbrocken, die wie kostbare aber vergängliche Kristalle hier den ewigen Kreislauf des Wassers beenden. Dieser Platz ganz in der Nähe des Jökulsárlón wird von vielen Reisenden übersehen, lohnt aber in jedem Fall einen Abstecher.
Daten & Fakten
Jökulsárlón
GPS:64° 4' 39.77" N
16° 11' 39.05" W
Fläche:18 km2
Tiefe:248 m
Breite:3-5 km
Anfahrt:Ringstraße (1)
Entfernung:378 km von Reykjavík
80 km von Höfn
Merkliste
Reisen: 0
Reisen: 0