Breiðdalur: das „breite Tal“ im Osten

Breiðdalur: Dieses charmante Tal in den Ostfjorden erzählt viel über die Entstehung Islands

, ist ein Geheimtipp für Naturfreunde und zeigt Island von seiner sanften Seite.
Das Tal Breiðdalur ist gleichzeitig eine Gemeinde mit rund 200 Bewohnern mit dem Hauptort Breiðdalsvík am Ende des 40 Kilometer langen Tals. Wie eigentlich alles auf Island ist auch dieses Tal das Ergebnis vulkanischer Aktivität, die hier allerdings seit 7 Millionen Jahren ruht. Breiðdalur ist das größte Tal im Osten Islands und erreicht stellenweise eine Breite von 10 Kilometern. Die flankierenden Berge – aus basaltischer Schichtlava aufgebaut – sind bis zu 1.200 Meter hoch und Reste des einstigen Zentralvulkans. In der Nähe des Zentrums der ursprünglichen vulkanischen Aktivität nahm der Basalt aufgrund der immensen Hitze eine blass-grüne Färbung an. Der britische Vulkanologe Dr. George P. Walker (1926-2005) wählte dieses geologisch hochinteressante Tal für seine Studien zur Entstehung Islands aus. Nach ihm ist das geologische Zentrum in Breiðdalsvík benannt, in dem man auch seltene Mineralien des Breiðdalur bewundern kann, wie unter anderem Opal, Amethyst, Onyx, Jaspis oder Achat.
Alaska-Lupinen im Breiddalur
Die Alaska-Lupinen sind im Breiðdalur ein nicht unumstrittener Versuch, die Qualität des Bodens zu verbessern und Erosion durch Wind zu verhindern.

Breiðdalur: reiche Pflanzenwelt und ein Eldorado für Angler

Die zahlreichen Flüsse im Tal Breiðdalur sind das Ziel von Anglern, aber auch von Naturbegeisterten, die die Wasserfälle und Stromschnellen bewundern, wie den Doppelwasserfall Beljandi des Flusses Breiðdalsá. In diesem Fluss kann man auch prächtige Forellen angeln. Das Tal Breiðdalur wird nur von wenigen Reisenden besucht, man kann die Landschaft oft ganz für sich allein haben. Immer wieder wird man Rentieren begegnen, die üppigen Wiesen sind bei Pferden und Schafen beliebt. Ein wunderbarer Ort, an dem man Island auch von seiner sanften Seite kennen lernen kann.

Die Ansiedlung der Alaska-Lupinen im Tal verfolgte wie überall auf Island das Ziel, den kargen Boden zu verbessern und vor Erosion zu schützen. Das ist auch nicht ohne Erfolg geblieben. Die Lupinen gedeihen prächtig und vermehren sich schnell – leider auch zu Lasten einheimischer Pflanzen. Im Breiðdalur gibt es auch größere Aufforstungsprojekte, wie zum Beispiel den „Tinna Millennium Forest“, ein Projekt, mit dem im Sommer 2000 begonnen wurde und das ideale Bedingungen für ausgedehnte Wanderungen, Reittouren und andere Outdoor-Aktivitäten bietet.


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Daten & Fakten
Breiðdalur
GPS:64° 49' 44.55" N
14° 15' 35.6" W
Länge:rund 40 km
Straße:1, Ringstraße
Entfernung:623 km von Reykjavík
70 km von Egilsstaðir

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